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»Dear Boy/Live at Clouds Hill« (2LP Vinyl)

(2LP Vinyl)
15.02.2019

»Dear Boy« (Album)

Album »Dear Boy«

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Kurz-Info

Eine dieser Nächte, zwei Musiker treffen sich in einer Bar. Open-Mic-Session, ein paar Bier. Tom trifft Evan Beltran, der als „The Strangest“ von sich Reden macht. „Gleiche Wellenlänge“ beschreibt nur annähernd, was dann passiert, die beiden sind musikalisch ein perfect match. Ihre musikalischen und kulturgeschichtlichen Vorbilder und Idole sind die gleichen, sie haben die gleichen Ambitionen. Der mexikanische Gitarrist und der britisch-deutsche Songwriter entscheiden noch an Ort und Stelle, dass sie ab sofort als „Tom Allan & The Strangest“ weiter machen. Tom hat Songs, Evan alles, was es darüber hinaus braucht - die Licks, die Attitüde, den rauen Gitarren-Sound. Lederjacken tragen beide. Gemeinsam haben die beiden nun ihr Debütalbum aufgenommen. Die Paten sind schnell benannt, Oasis, The Clash, The Libertines... aufgenommen in den “Clouds Hill Recordings” Studios in Hamburg; wie eben Peter Doherty, einer der Musiker, die Tom zu Beginn inspiriert haben. „Dear Boy“ wird ihr erstes Album heißen. Es ist sehr, sehr gut geworden.

Sieht so die Zukunft des Rock ’n’ Roll aus? Wer weiß. Und vor allem - wen interessiert’s? Fest steht - Tom Allan und Evan Beltran träumen davon, der Gitarrenmusik mit Energie, Melodie, Melancholie und vor allem mit Haltung wieder mehr Geltung in der Popwelt zu verschaffen. Zwei hochtalentierte junge Musiker und Texter, denen es gelingt, sich einiges vom besten aus der jüngeren musikalischen Vergangenheit zu Eigen zu machen, zu modernisieren und in die Gegenwart zu transportieren. Das bisher letzte Kapitel dieser romantischen Erzählung, von der man hofft, sie möge weiter gehen. Wie alle guten Geschichten.

Biografie

Gute Geschichten, die richtig guten, die, die uns berühren und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sind meist ziemlich einfach - zumindest dem ersten Anschein nach. „Boy meets Girl“ ist so eine scheinbar einfache Geschichte. Und die Grundformel großen cineastischen Schaffens, für Alfred Hitchcock ebenso wie für Billy Wilder. Im Pop-Universum kann diese Formel „Boy meets Music“ lauten, der Ursprung zahlreicher grandiosen Geschichten und ebensolcher Alben. Vor allem dann, wenn dieser Junge die Musik unbedingt braucht, um eine Leerstelle in seinem Leben zu füllen, seinen Platz in der Welt zu finden. Und der Musik seinerseits so viel zurückgeben kann; Leidenschaft, Hingabe, Begeisterung und vor allem immenses Talent.

Tom Allan war, ist, so ein Junge. Das hier ist seine Geschichte; zumindest der Anfang davon. Rock’n’Roll, sicher, darum geht es. Ja, Drogen spielen auch eine Rolle, wenn auch anders als erwartet. Und Sex darf auch nicht fehlen, schon klar.

Die Geschichte von Tom Allan, dessen Stück „Sensation“ eine BBC Reporterin Jahre später mit den Worten „he sounds like a young Billy Bragg“ beschreiben und den eben jener Billy Bragg adeln wird, indem er eben diesen Song auf seine Webseite stellt, beginnt in Bury St Edmunds, einem eher aufregungsarmen kleinen Ort im Osten Englands, wo Tom Allan als Sohn einer Deutschen und eines britischen Soldaten geboren wird. Mit fünf Jahren bekommt der Junge, der es liebt auf Kochtöpfen zu trommeln, von seiner Oma ein Schlagzeug geschenkt, wenige Jahre später nimmt er Schlagzeugunterricht. Noch ein paar Jahre später liegt häufig ein Stapel Musik-Kassetten, CD´s und Platten aus der umfangreichen Sammlung seines Punkbegeisterten Vaters auf dem Küchentisch, wenn er von der Schule nachhause kommt; Elvis Costello, The Clash, Sex Pistols, Joe Jackson, Stereophonics und viele weitere. „Listen to this“ steht auf einem Post-It, der darauf klebt. Gitarre und Bass spielen bringt Tom sich selbst bei.

Möglicherweise beginnt die eigentliche Geschichte aber viel eher am westlichen Rand Deutschlands, im Kreis Heinsberg, einer verschnarchten Region am Rande des Niederrheins. Hier ist Tom’s Vater in den 80ern stationiert, hier lernt er seine spätere Frau kennen. Und dorthin, nach Erkelenz, zieht die Familie als der Vater seinen Militärdienst beendet. Tom ist 14 Jahre alt, er ist unsportlich, wiegt ein paar Kilo zu viel und sein Deutsch klingt merkwürdig. Von Beginn an ist der entwurzelte, schüchterne und introvertierte Junge der Außenseiter. Er hasst die neue Schule, seine versnobten Mitschüler am Gymnasium, die von ihren Vätern in großen Mercedes Limousinen zur Schule gekarrt werden. Er kann nicht gut Fußball spielen, nicht schnell laufen, sonderlich wortgewandt ist er auch nicht; nichts, mit dem er die anderen, vor allem die Mädchen, beeindrucken kann. Bis zu dem Moment, an dem er seinen ersten Song schreibt. Da ist er 15 Jahre alt. „Zum ersten Mal“, wird sich der Junge zehn Jahre später erinnern, „hatte ich das Gefühl, etwas gefunden zu haben, das ich besser kann als die anderen.“ Dieser Moment ändert sein Leben. Er beginnt in unterschiedlichen Bands zu spielen, nimmt ab, schreibt Songs, wird immer besser, findet Freunde, eine Freundin. Dann treten die Drogen in sein Leben. Nein, das ist keine Peter-Doherty-Absturzgeschichte, auch wenn es zwischen den beiden musikalische und biografische Überschneidungen gibt und Tom, wie es sich für einen Musiker geziemt, durchaus über Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen verfügt. Nein, Tom stürzt nicht ab, im Gegenteil - er verliebt sich in eine junge Frau, deren Eltern heroinabhängig sind. Unterstützt sie über Jahre bei ihrem alltäglichen Kampf mit der Sucht, in ihrem verzweifelten Ringen um das Wohl des kleinen Bruders, das der Eltern, ein halbwegs normales Leben. Für die beiden Jugendlichen eine schier unlösbare Aufgabe. Später arbeitet Tom mit Anfang Zwanzig neben seinem Studium in der niedrigschwelligen Suchthilfe, versorgt täglich Junkies in jedem Stadium der Verelendung. Extreme Erfahrungen, die ihn als Songwriter tief beeinflussen und zu seinen besten Stücken inspirieren. Hinhören lohnt sich bei ihm nicht nur musikalisch, der junge Mann hat Geschichten zu erzählen.

Heute ist Tom Allan 24, er hat schon mit den Undertones auf der Bühne gestanden, sich mit Vom Ritchie von den Toten Hosen angefreundet, der ihn bei einer TV Smith-Show im Vorprogramm gesehen hat und inzwischen hin und wieder am Schlagzeug aushilft. Einer seiner Songs untermalte einen populären TV-Werbespot in Paraguay, keiner weiß wieso. Er ist nadeldünn, gutaussehend und ebenso gut gekleidet, sein Englisch ist akzentfrei und klingt nach working-class; einer, der nicht nur optisch ins Line-up britischer Gitarren-Bands wie The Libertines oder Arctic Monkeys passen würde. Vielleicht hätte er es im Popuniversum tatsächlich leichter, wenn er statt in Essen/NRW in London, Liverpool, oder Manchester leben würde, wer weiß.

Hier endet die Geschichte von Tom Allan, dem Solo-Artist. Und es beginnt die Geschichte von Tom Allan & The Strangest. Eine dieser Nächte, zwei Musiker treffen sich in einer Bar. Open-Mic-Session, ein paar Bier. Tom trifft Evan Beltran, der als „The Strangest“ von sich Reden macht. Gleiche Wellenlänge beschreibt nur annähernd, was dann passiert, die beiden sind musikalisch ein perfect match. Ihre musikalischen und kulturgeschichtlichen Vorbilder und Idole sind die gleichen, sie haben die gleichen Ambitionen. Der mexikanische Gitarrist und der britisch-deutsche Songwriter entscheiden noch an Ort und Stelle, dass sie ab sofort als „Tom Allan & The Strangest“ weiter machen. Tom hat Songs, Evan alles, was es darüber hinaus braucht - die Licks, die Attitüde, den rauen Gitarren-Sound. Lederjacken tragen beide. Gemeinsam haben die beiden nun ihr Debütalbum aufgenommen. Die Paten sind schnell benannt, Oasis, The Clash, The Libertines... aufgenommen in den “Clouds Hill Recordings” Studios in Hamburg; wie eben Peter Doherty, einer der Musiker, die Tom zu Beginn inspiriert haben. „Dear Boy“ wird ihr erstes Album heißen. Es ist sehr, sehr gut geworden.

Sieht so die Zukunft des Rock´n Roll aus? Wer weiß. Und vor allem - wen interessiert´s? Fest steht - Tom Allan und Evan Beltran träumen davon, der Gitarrenmusik mit Energie, Melodie, Melancholie und vor allem mit Haltung wieder mehr Geltung in der Popwelt zu verschaffen. Zwei hochtalentierte junge Musiker und Texter, denen es gelingt, sich einiges vom besten aus der jüngeren musikalischen Vergangenheit zu Eigen zu machen, zu modernisieren und in die Gegenwart zu transportieren. Das bisher letzte Kapitel dieser romantischen Erzählung, von der man hofft, sie möge weiter gehen. Wie alle guten Geschichten.

LIVE Dates

Do, 14.02. Dresden – Ostpol
Fr, 15.02. Berlin – Monarch
Sa, 16.02. Hamburg – Molotow Skybar
So, 17.02. Leipzig – Neues Schauspiel
Di, 19.02. München – Milla
Fr, 22.02. Dortmund – Subrosa
Sa, 23.02. Köln – Blue Shell

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Beke Trojan

Promo GSA:
Kathi Wagmüller

Management:
Alexander Wurm